Direkt zum Menü, Tastenkombination ALT + 1 | Direkt zum Inhalt, Tastenkombination ALT + 2

Buchbesprechung

Wenn du mal traurig bist...

Lichtblick - Märchen und Spiele für Kinder im Bett

Margrith Hollbach-Kaufmann und Mily Dür, mit Illustrationen von Verena Hüsler-Schleiffenbaum
Anja-Verlag
123 Seiten
ISBN 3-905009-34-x

Gelesen von: Thomas Schnahs, Kinderkrankenpfleger, Universitätsklinikum Hamburg

Verteilt auf 123 Seiten findet der geneigte Leser ein Sammelsurium von Geschichten, Märchen, Versen, Reimen, Bewegungsspielen und allerlei Praktisches rund ums Krankenbett.

Im ersten Teil, der ungefähr hundert Seiten umfasst, trifft man auf Prinz Marli aus dem Reiche Ringelland, Amselfrau und Amselmann, den Kürbis-Prinz, die kleine Johanna und noch vielen andere Gestalten. Dazwischen lockern immer wieder Reime und Gedichte die Handlung auf. Passend zu den Geschichten finden sich auch Rezepte für Marmelade und verschiedene Getränke. Eingerahmt und ergänzt wird das Buch durch liebevolle Illustrationen von Verena Hüsler-Schleiffenbaum. Einige Geschichten sind in Schwyzerdütsch verfasst und sind daher für den Norddeutschen etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn es ein wenig an das Plattdeutsche erinnert.

Im zweiten Teil folgen dann praktische Tipps und Anleitungen für verschiedene Beschäftigungen im Bett. Passend dazu gibt es eine Geschenkeliste mit den benötigten Materialien für etwaige Besucher. Dabei werden auch für die Pflege nützliche Dinge, wie ein Stimmungskalender gebastelt. Überraschend ist dabei die Vielzahl der Ideen und Anregungen, welche die Autorinnen zusammen getragen haben.

Das Buch ist eine Hardcover-Ausgabe, die Seiten sind aus festem Papier und versprechen ein langes Bücherleben. Die 123 Seiten sind angenehm zu lesen und mit bunten Illustrationen aufgelockert. Dabei wurde der Zeilenabstand im ersten Teil kinderfreundlich großzügig gewählt. Der Preis ist für die gebotene Qualität durchaus akzeptabel.

Die Zielgruppe sind die Eltern kranker Kinder, dabei kann es sowohl zu Hause als auch in der Klinik Anwendung finden (vielleicht mit Ausnahme der Anleitung für einen Sieben-Tage-Garten). Natürlich kann ein Kind auch ohne Eltern etwas mit dem Buch anfangen, obwohl die Geschichten vorgelesen natürlich viel besser zur Geltung kommen.

Alles in allem ist das Buch eine gelungene Sammlung von Geschichten und Ideen um kranke Kinder abzulenken oder zu beschäftigen. Mit viel Liebe und Gespür fürs Detail gehen die Autorinnen mit dem Thema um und beweisen Sachkenntnis und Erfahrungen aus der Praxis - alle Bewegungsspiele wurden von einer Heiltherapeutin auf ihren Nutzen hin abgeklärt.

zum Seitenanfang

http://

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Buchrezensionen