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Pressemitteilung

Stillen trotz Schadstoffbelastung sinnvoll

25.06.2005

Muttermilch ist und bleibt die gesündeste Nahrung für jeden Säugling. Sie enthält mehr als 400 bis jetzt bekannte Stoffe, die nicht nur ernähren sondern wie eine Medizin wirken.

Jeder dieser Stoffe hat mehrfach positive Wirkung: sie unterstützen die Gehirnentwicklung, wehren Infektionen ab und stimulieren das Wachstum des Immunsystems. So erkranken gestillte Säuglinge seltener an Infektionen, neigen weniger zu Allergien und zu Übergewicht im späteren Leben. Gestillt zu werden, hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Säuglinge im weiteren Leben und auf die ihrer Mütter.

Muttermilchanalysen zeigen, dass die Schadstoffkonzentrationen in den vergangenen 15 Jahren kontinuierlich abgenommen haben. Dennoch gibt es neue Stoffe, die auch in der Muttermilch zu finden sind. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) hat dies in seiner Studie veröffentlicht. Anliegen ist es, auf die Notwendigkeit einer konsequenten Chemikalienpolitik hinzuweisen. "Wir raten nicht vom Stillen ab, sondern wollen, dass die Belastungen schnell und effektiv minimiert werden.", so die Vorsitzende des BUND.

Der Bund Deutscher Hebammen unterstützt die Forderung des BUND nach Maßnahmen, um die Belastung der Umwelt weiterhin zu reduzieren.

Eine wirksame Schutzmaßnahme ist das geplante europäische Chemikaliengesetz REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien). Der BDH schließt sich der Aufforderung des BUND an, dass sich die Bundesregierung für eine Reform von REACH einsetzt. Dann müsste die chemische Industrie nämlich die Unbedenklichkeit ihrer Stoffe nachweisen - erst danach darf vermarktet werden.

"Hebammen wissen zu schätzen, was Mütter, die stillen, ihren Kindern geben. Sie geben sehr viel: nämlich das Beste. Niemand empfiehlt Frauen, nicht schwanger zu werden, weil die Schadstoffe der Mutter über die Plazentarschranke das Kind erreichen", vergleicht die Stillbeauftragte des Bund Deutscher Hebammen, Ute Renköwitz. "Es gibt keinen Grund, das Stillen nicht zu empfehlen. Hingegen gibt es viele gute Gründe dafür zu sorgen, dass die Vorkommen der Gifte in der Umwelt und damit in der Muttermilch in Zukunft geringer werden."

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