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Pflegepersonal säuft Kaffee

03.03.2014

In der Print-Ausgabe des Spiegel 09/2014 wird unter dem Titel "Die Klinik-Controller" u.a. das Kostenmanagement des Krankenhausbetreibers Helios thematisiert. Der Milliardär Lutz Mario Helmig, Arzt und Gründer der Helios-Kliniken, sagt dort recht deutlich, wie er das Pflegepersonal wahrnimmt.

Der Spiegel zitiert Helmig mit den Worten:

Gehen Sie doch mal nachmittags in ein Krankenhaus und besuchen Sie einen Angehörigen, dann sehen Sie das Schwesternzimmer, an dem ein Schild hängt mit der Aufschrift ‘Übergabe’. Wenn Sie die Türe öffnen, sehen Sie, wie sie Kaffee saufen.

So kann man natürlich auch zum Ausdruck bringen, welche Wertschätzung man seinen Mitarbeiter entgegen bringt. Pauschal werden da alle Pflegende in einen (Kaffee)Topf geworfen, mal abgesehen davon, dass der Helios-Gründer anscheinend auch nicht so ganz mit dem Konzept "Übergabe" vertraut ist. Seine Aussage äußerte Helmig zudem direkt nach einem Hinweis, auf die zunehmend erschwerten Bedingungen in der Pflege. Der Spiegel wies darauf hin, das die Zahl der Pflegekräfte in den letzten 10 Jahren um gut 6% gesunken ist, die Zahl der Patienten jedoch um knapp 6% gestiegen sei. Helmig mag über solche Klagen "nur ein bisschen lächeln" und analysiert dann eben messerscharf das Problem: Pflegende saufen doch nur Kaffee.

Bei den Pflegekräften kommt so eine gut begründete und fundierte Haltung natürlich extrem gut an. Entsprechende Reaktionen finden sich inzwischen Online:

Nachtrag

Ich bin erst verspätet auf die Publikation der WAZ vom 25.02.14 gestossen, die darauf hinweist, dass die Helios-Kliniken ein paar andere Probleme haben, als Kaffee trinkendes Pflegepersonal. Der Artikel und die Kommentare dazu benennen zum Beispiel Investions- und Personalmangel.

kinderkrankenpflege-netz.de

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