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Pressemitteilung

Leben nach dem Krebs - Spätfolgen von Krebserkrankungen im Kindesalter mehr beachten

02.02.2012

Jährlich erkranken 15 000 Kinder und Jugendliche in Europa an Krebs. Galten noch vor 40 Jahren Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen als nahezu nicht heilbar, kann die Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) zum Weltkrebstag am 4. Februar 2012 wesentlich hoffnungsvollere Daten vermelden: Die heutige Aussicht, eine solche Erkrankung zu überleben, liegt nach 5 Jahren bei 84 % und nach 10 Jahren bei 81 %.

Diese Fortschritte sind u.a. der Etablierung von Therapieoptimierungsstudien zu verdanken, betont die GPOH. Ziel dieser Behandlung ist es, die an Krebs erkrankten Kinder und Jugendlichen nach einer komplexen, multimodalen Therapie (u.a. Operation, Zytostatikatherapie, Bestrahlung und ggf. Stammzelltransplantation) unter begleitender psychosozialer Betreuung der Betroffenen und deren Angehörigen zu heilen, Spätfolgen der Therapie zu minimieren und die Lebensqualität umfassend zu erhalten.

Dennoch, so die GPOH, sei das "Leben danach" bisweilen nicht unbelastet, denn neben dem häufig tiefen Einschnitt, als der sich Krankheit und Therapie auf das Kind und seine altersgemäße Entwicklung auswirkten, müsse der Aspekt der Spätfolgen auch bei den medizinischen Spezialisten mehr Beachtung finden. Oft wirkt sich die erfolgreich überstandene Krebserkrankung und -behandlung noch auf Jahre als Beeinträchtigung des allgemeinen Gesundheitszustands oder der gesamten Lebensplanung aus. Eine Zielsetzung der hochspezialisierten Therapie ist beispielsweise auch der Erhalt der Fertilität von Mädchen und jungen Frauen, die sich einer belastenden Tumortherapie unterziehen müssen.

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