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Pressemitteilung

Kinderschmerzzentrum gegründet

16.01.2012

Mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Die Folgen dieser stillen Epidemie für die Betroffenen sind fatal - individuelles Leid und massive Schulausfälle drohen betroffenen Kindern. Die Universität Witten/Herdecke gründet das erste Deutsche Kinderschmerzzentrum.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die von chronischen Schmerzen betroffen sind, nimmt stetig zu. Immer mehr Kinder in Deutschland klagen über chronische Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen mit der Folge individuellen Leids und massiver Schulausfälle. Das Deutsche Kinderschmerzzentrum will einen Kontrapunkt setzen. Als Referenzzentrum wird hier in Zukunft therapiert, geforscht und daran gearbeitet, die Situation von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen zu verbessern.

"Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihre chronischen Schmerzen in den Griff zu bekommen und ihr Leben wieder selbstbestimmt gestalten zu können", erklärt der Initiator des Deutschen Kinderschmerzzentrums Prof. Dr. Boris Zernikow.

Neben der Versorgung schmerzkranker Kinder und Jugendlicher wird ein Schwerpunkt des Deutschen Kinderschmerzzentrums die Forschung und Qualitätssicherung der Therapie sein. Nach wie vor stellt die Verschreibung geeigneter und wirksamer Medikamente viele Ärzte vor eine große Herausforderung.

Große Bedeutung misst Prof. Dr. Boris Zernikow auch der universitären Anbindung der Forschung zu. Bereits mit der Einrichtung des Stiftungslehrstuhls für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Universität Witten/Herdecke 2008 wurde diese einen großen Schritt voran gebracht.

Auch aus Sicht der Kostenträger wird die Gründung des Deutschen Kinderschmerzzentrums begrüßt. "Schwere chronische Schmerzen sind ein gesellschaftliches Problem," stellt Ulrich Adler von der Techniker Krankenkasse fest und fügt hinzu: "Aus schmerzkranken Kindern werden häufig schmerzkranke Erwachsene. Frühzeitige und effektive Therapiemaßnahmen können nicht nur das persönliche Leid lindern, sondern sind auch eine Voraussetzung für Bildung und Zukunft der Kinder und Jugendlichen: Nur wessen Leben nicht vom Schmerz bestimmt ist, kann ein normales Alltagsleben führen, sich altersentsprechend entwickeln, in die Schule gehen, einen Beruf ergreifen und ein aktives Mitglied der Gesellschaft sein."

Rechtzeitig zum Gründungstag geht auch das Internetportal des Deutschen Kinderzentrums online. Unter http://www.deutsches-kinderschmerzzentrum.de finden Patienten, Eltern, Ärzte und Therapeuten umfassende Informationen rund um das Thema Kinderschmerztherapie.

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