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Pressemitteilung

Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" - 20 Jahre Engagement

08.11.2012

Rund 63.000 Kinder werden jedes Jahr zu früh geboren - Tendenz steigend. Wie gut ihre Entwicklung verläuft, hängt vor allem von der medizinischen und psychosozialen Versorgung ab. Der diesjährige Kongress des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind" e. V. widmet sich diesem wichtigen Thema.

Der Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e. V. begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Anlass für die bundesweit größte Elternvertretung in Sachen Frühchen, am 24. und 25. November einen Kongress auszurichten. Die Veranstaltung in Frankfurt richtet sich gleichermaßen an Eltern, ehemalige Frühgeborene und Fachleute. "Wir setzen vor allem auf Dialog. Betroffene haben nicht nur die Möglichkeit, sich über neueste Erkenntnisse der Neonatologie zu informieren. Sie haben vor allem auch Gelegenheit, sich mit Fachleuten auszutauschen", erläutert Hans-Jürgen Wirthl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes und selbst Frühchenvater.

Auszeichnungen für Engagement

Besondere Anerkennung will der Verband ausgewählten Personen im Rahmen der Abendveranstaltung am 24. November zollen, deren Arbeit deutliche Fortschritte für Frühchen erbrachte. PauLA - der Preis für außergewöhnliche Leistungen zum Wohle der Allerkleinsten - wird im Rahmen des Festaktes vergeben. Unterstützt wird die Preisverleihung durch das weltweit tätige Gesundheitsunternehmen Abbott. Joachim Winter, ZDF-Moderator und Schirmherr des Verbandes wird durch den Abend begleiten. Stefan Grüttner, Hessischer Staatsminister, wird sein Grußwort an die Anwesenden richten.

Rückläufige Geburtenrate - Anteil Frühgeborener steigt

Nahezu jedes zehnte Kind wird in Deutschland vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche zu früh geboren - Tendenz steigend. Heute sind es etwa 63.000 pro Jahr. Sogenannte Frühstgeborene, 8.000 Kinder dieser Gruppe, haben es besonders eilig und kommen sogar vor der 30. Schwangerschaftswoche zur Welt. Ihre Überlebenschancen sind heute vergleichsweise gut, jedoch sind die Probleme umso größer, je früher - also je unreifer - ein Kind zur Welt kommt: Die Folgen können oft über Jahre - bis ins Schulalter und darüber hinaus - andauern.

Umso wichtiger sei es, Prävention und Aufklärung voranzutreiben sowie die bestmögliche Versorgung Frühgeborener flächendeckend sicherzustellen. Studien belegen, dass gute Startbedingungen die spätere Entwicklung der Kinder begünstigen können. "Neben der Unterstützung von Eltern ist uns die Arbeit auf politischer Ebene und mit Krankenkassenverbänden enorm wichtig", betont Dr. Friedrich Porz, einer der Gründerväter des Verbandes und Oberarzt an der 2. Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum Augsburg. Der Verband habe in den letzten 20 Jahren erheblich dazu beitragen können, die Bedingungen in den Kliniken und in der Nachsorge zu verbessern.

Der Bundesverband "Das frühgeborene Kind" e. V. wurde im November 1992 gegründet. Damals schlossen sich über 80 Vertreter verschiedener Elterninitiativen und Fördervereine zu einer Dachorganisation für Frühgeborene und kranke Neugeborene zusammen. Der Verband vertritt derzeit knapp 7.000 Frühchenfamilien, die sich im Verband und seinen Mitgliedsgruppen zusammengeschlossen haben.

http://www.fruehgeborene.de/

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