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Pressemitteilung

Erste Pflegekammer in Bayern

28.01.2011

Jede Pflegende wird sich zukünftig registrieren lassen müssen, wenn sie ihren Beruf ausüben möchte. Auch die Fort- und Weiterbildung der Pflegenden wird mit der Kammer geregelt.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) unterstützt das Bayerische Gesundheitsministerium in seinem Vorhaben als erstes Bundesland eine Pflegekammer zu errichten. Begrüßt wird dieses Vorhaben auch von den Mitgliederverbänden der Bayerischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Pflegeberufe (BAY.ARGE). "Das Ziel der Pflegekammer ist die Sicherstellung einer fachgerechten, qualifizierten und somit professionellen pflegerischen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. Mit der Etablierung einer Pflegekammer wird das Thema "Schutz der pflegebedürftigen Menschen vor unqualifizierter Pflege" endlich ins Visier genommen," so Dr. Marliese Biederbeck, Vorsitzende der BAY.ARGE und Geschäftsführerin des DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland. "Die professionelle Pflege erhält mit der Kammer die Anerkennung und Wertschätzung, die sie verdient."

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts werden professionell Pflegende besser als bisher bei Gesetzgebungsverfahren beteiligt und als Berater/innen für pflegerische Anliegen hinzugezogen. Aufgabe einer Kammer ist es, Gutachter/innen der Pflege zu benennen und pflegerische Sachverständige zu bestellen.

Die demografische Entwicklung und mit ihr die rasante Zunahme pflegebedürftiger Menschen in den kommenden 20 Jahren stellt die professionelle Pflege vor große Herausforderungen. Eine Organisation wie die Pflegekammer ist daher längst überfällig. "Wir fordern seit vielen Jahren, dass die Angelegenheiten der Pflege endlich in die Hände der professionellen Pflege gegeben werden" so Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK. "Dieses Ziel wird mit der Etablierung einer Pflegekammer nun endlich erreicht. Wir gehen davon aus, dass die Pflegekammer in Bayern Signalwirkung für alle anderen Bundesländer haben wird."

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