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Pressemitteilung

Belastung in Pflegeberufen erhöht Krankheitsausfälle

29.07.2010

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) e.V. beobachtet mit großer Sorge die negative Entwicklung bei Krankheitsausfällen des Pflegepersonals. "Dies ist eine Folge der kontinuierlich hohen körperlichen und psychischen Belastung im Pflegeberuf", sagt Johanna Knüppel, Referentin des DBfK.

"Seit Jahren warnen wir vor den fatalen Folgen des ungezügelten Abbaus von Pflegepersonalstellen in den deutschen Krankenhäusern und dem nicht ausreichenden Stellenzuwachs in den Pflegeheimen", so Knüppel weiter. Von den Pflegefachkräften werde quantitativ und qualitativ immer mehr verlangt. Sie müssten in immer kürzerer Zeit immer mehr und immer schwerer kranke und pflegebedürftige Patienten versorgen. Dies werde von den Arbeitgebern, aber auch den Kostenträgern und der Gesellschaft insgesamt aber nicht anerkannt. In diesem Missverhältnis liege auch der Hauptgrund für die mangelnde Attraktivität der Pflegeberufe als Berufsoption.

Die in dieser Woche veröffentlichten Krankheitsdaten der KKH-Allianz, nach denen Pflegekräfte an der Spitze der Krankentage-Statistiken liegen, bestätigen die Ergebnisse anderer Kassen (AOK, DAK u.a.) aus den Vorjahren. Nach Auffassung des DBfK ist diese Statistik ein weiteres Indiz für die untragbaren Arbeitsbedingungen in deutschen Kliniken und Pflegeheimen. Arbeitgeber jammerten zunehmend über Fachpersonalmangel, ohne sich den Ursachen zu stellen. Die Bundesregierung ignoriert das Problem.

Die Landesvertretungen der KKH Allianz haben herausgefunden, dass Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen an der Spitze der Krankentage-Statistiken der meisten Bundesländer liegen. In einigen Bundesländern betrug die Anzahl der Tage mehr als das Doppelte des Durchschnitts aller Arbeitnehmer.

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