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Pressemitteilung

Kinderkrankenschwester berichtet über Erfahrungen in Uganda

23.01.2008

Jeden Morgen brechen die vier Helfer von LandsAid e.V. mit ihrem Geländewagen in die Dörfer der Umgebung auf. Teilweise benötigen sie bis zu 2 Stunden Fahrzeit für einen Weg. Die Patienten erwarten sie in Häusern, Unterständen, manchmal auch in Kirchen.

Kinderkrankenschwester bei der Behandlung eines dehydrierten Kindes Täglich versorgen die ehrenamtlichen Helfer zwischen 110 und 180 Patienten. "Leider konnten wir nicht alle behandeln, es sind einfach zu viele", berichtet die Kinderkrankenschwester Roswitha Märkle. Unter der Leitung von Hans Musswessels entsandte die in Kaufering ansässige Hilfsorganisation Anfang Februar ein Team zur medizinischen Versorgung der Binnenvertriebenen nach Kisumu.

Auch nach dem Zustandekommen des Power-Sharing Deals zwischen Kibaki und Odinga kommen täglich neue Flüchtlinge ins Lager. Vor allem nachts. Sie haben oft kaum mehr bei sich als die Kleider, die sie am Leib tragen. Es fehlt an Decken, Wasserbehältern, Hygieneartikeln und Küchenutensilien. Einige brauchen dringend medizinische Hilfe. "Am häufigsten sahen wir Haut- und Atemwegs- Erkrankungen, blutige Durchfälle, Würmer, Malaria", berichtet Roswitha Märkle. Besonders leiden die Kinder. Sie müssen oft ohne Decken oder Moskitonetz auf dem Boden übernachten. Bald kommt die Regenzeit - mit ihr wird die Ansteckungsrate von Malaria in die Höhe schnellen.

Wie die UN nehmen auch die Mitarbeiter von LandsAid an, dass die Flüchtlingslager noch Monate, wenn nicht Jahre, weiter bestehen werden. Hans Musswessels: "Die unter Kofi Annan erwirkte Einigung der Parteien ist ein Schritt in die richtige Richtung, löst aber im Moment nicht die Probleme der Menschen vor Ort."

Wartende Patienten im BehandlungszeltDas bedeutet, dass es zumindest Strukturen und Unterstützung braucht, die von Dauer sind. Neben Dingen des alltäglichen Lebens werden Latrinen sowie medizinisches Gerät und Gelder für Medikamente dringend benötigt. Vor einer Woche wurde die Organisation "Apotheker ohne Grenzen" als Partner für das LandsAid-Projekt gewonnen. Ein neues Team reist am 8. März nach Kisumu.

Weitere Informationen:
http://www.LandsAid.org

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