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Pressemitteilung

Rückzugspflege setzt sich in ambulanter Kinderkrankenpflege durch

16.11.2007

Das Konzept der "Rückzugspflege" setzt sich in den ambulanten Kinderkrankenpflegediensten des Bundesverbandes Häusliche Kinderkrankenpflege (BHK e.V) durch. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Datenerhebung zur ambulanten Versorgung schwerstkranker Kinder in Deutschland, das der BHK auf der Bundestagung Häusliche Kinderkrankenpflege am Freitag in Weimar vorstellte.

Das Konzept besagt, dass die Kinderkrankenschwestern die Patienten in ihrer häuslichen Umgebung versorgen und zugleich die Eltern anlernen, damit sie künftig diese Aufgaben übernehmen können.

Ingesamt erhalten 70 Prozent aller Kinder, die von den Mitgliedsdiensten des BHK betreut werden Rückzugspflege, ergab die Untersuchung. Im Durchschnitt versorgten die Pflegedienste die Kinder über einen Zeitraum von 38 Tagen und besuchten sie dabei 21 Mal Zuhause. Damit unterscheidet sich die Rückzugspflege deutlich von anderen Konzepten der ambulanten Kinderkrankenpflege, bei denen Kinder zum Teil über Monate oder Jahre gepflegt werden. Eine dauerhafte Versorgung ist nur bei wenigen sehr schwer erkrankten Kindern unvermeidlich.

Obwohl die Rückzugspflege im Vergleich zur dauerhaften Pflege von Kindern die Ausgaben der Krankenkassen enorm reduziere, weigerten sich viele Kassen, das Konzept "Rückzugspflege" entsprechend zu vergüten, so der BHK. "Wenn Rückzugspflege möglich ist und das Kind trotzdem dauerhaft gepflegt wird, bedeutet dies unnötig hohe Kosten für die Kassen. Zudem beeinträchtigt es die Lebensqualität der Eltern und ihrer kranken Kinder, wenn bei einer - eigentlich vermeidbaren - Dauerpflege die Kinderkrankenschwester ständig im Hause ist", erklärte die neue Geschäftsführerin des BHK, Elisabeth Wetzel.

Jeder Hausbesuch in der Rückzugspflege dauert im Schnitt 2,5 Stunden. Davon sind zwei Drittel Pflegezeit und ein Drittel Fahrzeit. "Da der Anteil von Koordinations- und Fahrzeiten relativ hoch ist, muss die Vergütung der einzelnen Rückzugspflegestunde höher sein als für Dauerpflege", forderte die Geschäftsführerin. Zudem dauerten die Pflegeeinsätze länger, weil die Eltern angeleitet werden, ihr Kind selbst zu versorgen.

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