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Pressemitteilung

Forschungsprojekt zur Kinderhospizarbeit

03.05.2007

Erstmals wird es in Deutschland eine Studie zur Qualität der Kinderhospizarbeit geben. Das teilte der Deutsche Kinderhospizverein e.V. auf seiner Mitgliederversammlung in Olpe mit.

In den 15 ambulanten Kinderhospizdiensten des Vereins begleiten rund 400 Ehrenamtliche 180 lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Familien, berichtete Margret Hartkopf vom Vorstand des Vereins. Die Zahl der Mitglieder sei bundesweit auf 1.300 gestiegen, darunter 350 betroffene Familien.

Das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt habe das Ziel, bundesweit erstmalig die Praxis der Kinderhospizarbeit zu erfassen. Im Mittelpunkt stünden dabei die Bedürfnisse, Erwartungen und Erfahrungen der betroffenen Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern. Das Projekt wurde von der zum Verein gehörenden Deutschen Kinderhospizakademie gemeinsam mit dem "Institut für Sonderpädagogik Prävention und Rehabilitation" der Universität Oldenburg unter Leitung von Dr. Sven Jennessen entwickelt. Das Institut wird die wissenschaftliche Durchführung übernehmen. Dabei solle die Qualität der Unterstützung und Begleitung von betroffenen Familien am Beispiel zweier ausgewählter Kinderhospize erhoben werden, um daraus Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung abzuleiten. In einem zweiten Schritt werde eine Bestandsaufnahme der Arbeit der ambulanten Kinderhospizdienste vorgenommen. Die erforderlichen Gelder stelle die Stiftung Deutsche Jugendmarke sowie das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie bereit.

Das Engagement der ausgebildeten ehrenamtlichern Kinderhospizbegleiter für die Familien sei beeindruckend, erläuterte Margret Hartkopf auf der Mitgliederversammlung: "Jeder der Ehrenamtlichen verpflichtet sich, in der Woche mindestens drei Stunden für den ambulanten Dienst zu arbeiten. Wenn wir alles zusammenzählen, sind das rund 60.000 Stunden, die unsere Begleiter pro Jahr den betroffenen Familien zuhause zur Verfügung stellen."

In Düsseldorf werde der Verein voraussichtlich zum 1. Juli 2007 einen weiteren ambulanten Kinderhospizdienst eröffnen, berichtete das Vorstandsmitglied. "Wir haben in den vergangenen Wochen sehr positive Gespräche mit Unterstützern geführt, die sich finanziell engagieren wollen." Der Verein reagiert damit auf Anfragen von betroffenen Familien, die Unterstützung und Begleitung zuhause benötigen. Ein entsprechendes Angebot fehlt bisher in der Landeshauptstadt.

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