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Pressemitteilung

Familiäre Gesundheitsförderung und Prävention - ein neues Handlungsfeld Pflegender und Hebammen

01.03.2007

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) verweist auf das WHO-Konzept der Familiengesundheitspflege und die Potentiale von Pflegenden und Hebammen bei der Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention in der Bevölkerung.

"Prävention ist eine Investition in die Zukunft" - ist die Kernaussage der 'Badenweiler Erklärung' vom 27.2.2007 im Rahmen der Konferenz "Gesundheitliche Prävention. Ernährung und Bewegung - Schlüssel für mehr Lebensqualität". Teilnehmer waren Vertreter der 27 EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der gemeinsam verabschiedeten Erklärung werden Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention ausdrücklich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe definiert. Zu einer erfolgreichen Umsetzung bedürfe es der strukturellen und institutionellen Verankerung von Prävention.

Der DBfK begrüßt, dass in diesem Rahmen die Familie als ein Ansatzpunkt präventiver Maßnahmen benannt wird. In der Familie wird das Gesundheitsverhalten des Einzelnen geprägt. Gerade Familien in schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lebenslagen sind hinsichtlich ihres Gesundheitsverhaltens und bei der Bewältigung von Krisen- und Umbruchsituationen auf professionelle Unterstützung von außen angewiesen.

Familiäre Gesundheitsförderung und Prävention ist ein neues Handlungsfeld Pflegender und Hebammen. Über das präventive Aufsuchen der Familien können sie frühzeitig potentielle und aktuelle Gesundheitsprobleme erkennen, die Familien in Entscheidungsprozessen beraten und unterstützen und zu gesundheitsförderndem Verhalten befähigen. Dabei können Pflegende und Hebammen Verbindungsglied sein zu Hausärzten und anderen Gesundheits- und Sozialberufen als auch zu angrenzenden Bereichen wie Sozial- und Arbeitsamt. Der Vertrauensvorschuss, den Pflegende genießen, ermöglicht es ihnen gerade, gefährdete Familien zu erreichen, um zielgruppenspezifisch verständliche und umsetzbare Lebenshilfen anzubieten.

Auf der Grundlage des WHO-Konzeptes "Family Health Nurse" engagiert sich der DBfK seit sieben Jahren im Bereich der Familiengesundheitspflege und führt seit 2004 ein Modellprojekt zur Etablierung der Familiengesundheitspflege in Deutschland durch. Dieses vom Bundesministerium für Gesundheit und der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt trägt dazu bei, strukturelle Präventionsansätze aufzuzeigen. Mit dem Angebot der Familiengesundheitspflege leisten Pflegende und Hebammen einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der politisch gesetzten Ziele zu Gesundheitsförderung und gesundheitlicher Prävention.

Weiter Informationen zum Modellprojekt stehen unter http://www.familiengesundheitspflege.de/ zur Verfügung.

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