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Pressemitteilung

DBfK befürchtet Stellenabbau in der Pflege durch Ärztestreiks

28.03.2006

Der Bundesvorstand des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK) e.V. beobachtet mit großer Sorge die Ärztestreiks im Krankenhausbereich. Die Forderung nach 30% mehr Gehalt für Ärzte kann nur erfüllt werden, wenn an anderer Stelle eingespart wird.

Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK: "Gehaltssteigerungen für eine Berufsgruppe werden durch Einsparungen an anderer Stelle kompensiert. Wir befürchten, dass dies durch einen Stellenabbau in der Pflege geschehen wird."

Pflegende stellen als größte Berufsgruppe das Rückgrat der Patientenversorgung im Krankenhaus dar. Sie garantieren die Kontinuität bei Diagnostik und Therapie. Durch die Entwicklungen im Krankenhaussektor der vergangenen Jahre werden immer mehr Patienten in immer kürzerer Zeit von immer wenigen Personal betreut. Die Zahl der Pflegenden im Krankenhaus hat in wenigen Jahren um mehr als 4% abgenommen. In der gleichen Zeit stieg die Anzahl der Ärzte um mehr als 4%.

Es ist unbestritten, dass insbesondere die Assistenzärzte stark belastet sind. Ein Teil dieser Probleme ist aber nach wie vor "hausgemacht". Hier muss unterschieden werden, wo durch bessere Organisation und Management (z.B. Schichtdienst) Abhilfe geschaffen werden kann, und wo tatsächlich Benachteiligungen bestehen. Bedauerlich ist, dass von der Ärzteschaft der Weg der Entsolidarisierung der Gesundheitsberufe gewählt wurde. Die Forderungen sind zudem teilweise maßlos überhöht und mit fragwürdigen Argumenten gestützt.

Allen Verantwortlichen muss klar sein, dass die Probleme der Krankenhausärzte nicht durch eine Umverteilung auf dem Rücken der Pflegenden zu lösen sind.

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