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Pressemitteilung

Sichere Personalausstattung sichert Leben

19.04.2006

Informationen des DBfK zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2006.

"Safe Staffing Saves Lives!" Sichere Personalausstattung schützt Patienten und Mitarbeiter! Zum diesjährigen Motto des internationalen Tags der Pflege sagte Gudrun Gille, Vorsitzende des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe DBfK: "Während in anderen Ländern der Personalmangel in vielen Bereichen des Gesundheitswesens bereits kritische Ausmaße annimmt, wird in Deutschland weiterhin Pflegepersonal abgebaut. Studien belegen weltweit die negativen Folgen von weniger und weniger qualifiziertem Pflegepersonal für die Qualität der Gesundheitsversorgung und für die Gesundheit der Mitarbeiter."

Zweifellos ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden Beschäftigten im Gesundheitswesen von großer Bedeutung. "Eine bessere Ausstattung mit Pflegepersonal (und zwar sowohl in Bezug auf Quantität wie auf das Qualifikationsniveau) geht einher mit sinkenden Sterberaten und kürzerer Verweildauer im Krankenhaus.", stellte Dr. Hiroko Minami, Präsidentin des International Council of Nurses ICN fest. "Eine sichere Personalausstattung verringert wesentlich die Zahl von Medikationsirrtümern, postoperativen Harnwegsinfektionen, gastro-intestinalen Blutungen, Stürzen, Lungenentzündungen und Kreislaufversagen." Wer in eine nach Anzahl und Qualifikation angemessene Fachkraftquote investiert, spart Kosten, die im anderen Fall für eine Schadensregulierung aufzubringen wären.

Ungünstige Pflegekraft-Patienten-Quotienten haben aber nicht nur negative Folgen für Patienten, sondern auch für die Pflegenden selbst. Sie erleben viel stärker körperliche und emotionale Erschöpfung, krankmachenden Stress, Arbeitsunzufriedenheit und Burnout-Symptomatik. Pflegekräfte, die regelmäßig Überstunden leisten, unter schlechten Arbeitsbedingungen und ohne ausreichende Unterstützung arbeiten müssen, fehlen häufiger am Arbeitsplatz. Damit steigt der Druck auf die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen noch weiter an. Krankheitskosten, nachlassende Motivation /aller/ Mitarbeiter, steigende Fluktuation und unzureichende Versorgungsergebnisse schwächen das angespannte Gesundheitssystem dort, wo es eigentlich den Bedarf der Bevölkerung decken sollte.

Gesundheitsförderung für das Personal und gesundheitserhaltende Rahmenbedingungen der Arbeit müssen selbstverständlich Eingang finden in das strategische Denken der Unternehmensspitzen im Gesundheitswesen. Dies beinhaltet nicht nur das Einhalten gesetzlicher Standards in Bezug auf die Arbeits- und Pausenzeiten, sondern auch das Vorhalten von Hilfsmitteln, Hebe- und Tragehilfen sowie den Schutz vor berufsbedingten Verletzungen durch den Einsatz sicherer Instrumente.

Weltweit sind die Gesundheitssysteme sehr unterschiedlich, eines ist ihnen jedoch gemeinsam: der Bedarf an einer angemessenen Personalausstattung. Dies bedeutet jedoch mehr als nur die Minimalbesetzung, die Unterversorgung in Kauf nimmt. Pflegende und ihre Berufsverbände, andere Beteiligte im Gesundheitswesen, letzten Endes aber auch die Gesellschaft als Ganzes müssen definieren, wie eine sichere Personalausstattung aussehen soll. Dies vor allem im Hinblick auf die Bedürfnisse der zu Pflegenden und die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft.

Der Deutsche Berufsverband der Pflegeberufe DBfK fordert daher

Weltweit wird er Internationale Tag der Pflege am 12. Mai begangen. Der 12. Mai ist der Geburtstag Florence Nightingale’s, der Begründerin der modernen Pflege im 19. Jahrhundert.

Weitere Informationen zum diesjährigen Motto des Internationalen Tags der Pflege stehen unter http://www.dbfk.de/ zur Verfügung.

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