Direkt zum Menü, Tastenkombination ALT + 1 | Direkt zum Inhalt, Tastenkombination ALT + 2

Pressemitteilung

Mehr Schutz vor berufsbedingten Verletzungen

23.05.2006

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK e.V. begrüßt die am 17.05.2006 vom Ausschuss für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) verabschiedete Neufassung der "Technischen Regeln für biologische Arbeitsstoffe" TRBA 250 ausdrücklich.

Nach jahrelangen Diskussionen über die verpflichtende Verbindlichkeit und entstehende Mehrkosten bei Anwendung der bisher geltenden TRBA-Fassung hat der Ausschuss nun für Klarheit gesorgt und die Arbeitgeber in die Pflicht genommen.

"Der Schutz von Mitarbeitern vor vermeidbaren Gesundheitsrisiken und berufsbedingten Verletzungen kann nun nicht länger außer Acht gelassen und mit dem Argument höherer Kosten ignoriert werden", sagte Johanna Knüppel, Referentin des DBfK Bundesverbandes. "Dies kommt vor allem den Pflegekräften zugute, die als Berufsgruppe nach wie vor in ca. 50 % aller Fälle mit Abstand am stärksten von Stich- und Schnittverletzungen betroffen sind. Nachweislich steigt das Risiko einer solchen Verletzung mit zunehmendem Arbeitsdruck und in Stresssituationen, umso dringender war auf dem Hintergrund steigender Arbeitsverdichtung und Personalabbaus die jetzige Verschärfung und Konkretisierung der gesetzlichen Schutzvorschriften."

Die neue TRBA 250 legt für eine Reihe von Tätigkeiten und Einsatzbereichen die Einführung sicherer Kanülensysteme zwingend fest. Darüber hinaus wird die Bedeutung und der Nachweis einer Gefährdungsbeurteilung am jeweiligen Arbeitsplatz besonders hervorgehoben und vorgeschrieben. Schulungsmaßnahmen zur sicheren Anwendung von spitzen und scharfen Instrumenten müssen durchgeführt und nachgewiesen werden, für Versäumnisse sind Sanktionen zu erwarten.

Dass auch in der neuen Fassung der Richtlinie einige Ausnahmeregelungen vorgesehen sind, wird hoffentlich nicht erneut dazu führen, dass sich die Träger weiterhin aus der Verantwortung stehlen und die Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen verschleppen. Auf europäischer Ebene wird eine Verordnung (2006/2015(INI)) vorbereitet, die auch Deutschland zum Handeln zwingen und für einen deutlich besseren Schutz von Beschäftigten im Gesundheitswesen sorgen wird.

zum Seitenanfang

http://

Archiv

Alle Pressemitteilungen