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Als Kinderkrankenschwester / Kinderkrankenpfleger in der Schweiz arbeiten

Das Gesundheitssystem in der Schweiz

Die Schweiz verfügt über ein gut ausgebautes Gesundheitssystem auf hohem Versorgungsstandard, welches von öffentlichen und privaten Spitälern und Klinken getragen wird.

Trotz einigen Klinikschließungen in den letzen 10 Jahren und steigendem Kostendruck nimmt die Anzahl der Beschäftigten zu. Die Einführung der DRG in wenigen Jahren wird diese Situation voraussichtlich nicht sehr beeinträchtigen.

Zurzeit herrscht eher ein Personalmangel, der auf den lang anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung, die Pensionierung geburtenstarker Jahrgänge und die Umstellung der Pflegeausbildungen auf Fachhochschulniveau zurückzuführen sein dürfte. Die Löhne wie auch die Anerkennung der Berufe sind gleichermaßen hoch.

Ausbildung und Anerkennung

Das Ausbildungssystem in der Schweiz ist in den letzen Jahren grundlegend reformiert worden. Pflegende absolvieren die Ausbildung jetzt auf Fachhochschulniveau.

Diplome aus der EU werden aufgrund der Bilateralen Verträge mit der EU nach wie vor anerkannt und zwar über das Schweizerische Rote Kreuz. Das Prozedere ist reine Formsache. Eine Anerkennung muss nicht beantragt werden, ist aber sinnvoll. Einige (wenige) Häuser bezahlen mit der Anerkennung etwas höhere Löhne.

Zwingend ist die Anerkennung durch das Rote Kreuz, wenn Sie eine der 2-jährigen Fachweiterbildungen absolvieren möchten: Anästhesie-, OP- und Intensiv und Notfallfachweiterbildung. Die Arbeit in einem dieser Fachbereiche ist in der Regel nur mit der Fachweiterbildung möglich.

Die OP-Fachweiterbildung wird in den nächsten Jahren aufgegeben. Es wird nur noch die Ausbildung zur TOA (Technische Operationsassistentin) geben.

Die Ausbildung zur/zum Kinderkrankenschwester/pfleger ist im Zuge der Ausbildungsreform bereits entfallen. Diese SpezialistInnen werden nun von vielen Arbeitgebern vermisst.

Aufenthaltserlaubnis

Angehörige eines EU Staates erhalten bei Vorliegen eines Arbeitsvertrage eine B-Bewilligung (Dauer 5 Jahre, Wohnort und Arbeitgeber können ohne weitere Bewilligung gewechselt werden). Diese Erlaubnis erhalten Sie problemlos mit einem Arbeitsvertrag. Der Arbeitgeber nimmt die entsprechenden Anmeldungen vor und Sie müssen sich lediglich in den ersten Tagen bei der Wohngemeinde melden.

Nach 5 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt in der Schweiz können Sie den unbeschränkten Aufenthalt beantragen, die C-Bewilligung.

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Löhne - Steuern - Sozialversicherungen

Die Löhne für Pflegende sind in der Schweiz, nicht nur im Vergleich zu den meisten europäischen Ländern, hoch. Sie bewegen sich, je nach Ausbildungsstand, Berufserfahrung und Kanton, zwischen 5000 und 7500 CHF. Dabei sind noch nicht die Schichtzulagen eingerechnet, die sich in einer Größenordnung von 500 CHF bewegen können.

In den 5 Jahren mit B-Bewilligung bezahlt man Quellensteuer, das bedeutet: Die Steuern werden jeweils am Ende des Monates direkt vom Lohn abgezogen. Der Quellensteursatz dürfte bei einem durchschnittlichen Einkommen (ohne Kinder) zwischen 8-10% liegen. Kinder senken diesen Anteil.

Mit der C-Bewilligung (unbeschränkter Aufenthalt) entfällt das System der Quellensteuer und Sie müssen jährlich eine Steuererklärung abgeben.

Soziaversicherungssystem

Das Soziaversicherungssystem der Schweiz beruht auf einem 3 Säulen Modell:

  1. Säule AHV (Rente ab offiziellem Pensionsalter)
    • Arbeitnehmer 5.05%
    • Arbeitgeber 5.35%
  2. Säule BVG (Pensionskasse, kann vor offiziellem Pensionsalter oder beim Erwerb von Wohneigentum und Existenzgründung bezogen werden: Arbeitnehmer/Arbeitgeber halb/halb ca. 10%
  3. Säule Freiwillige Vorsorge: ein Betrag von ca. 8000 im Jahr kann einbezahlt und vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Für die Meldung einer B-Bewilligung benötigen Sie eine Krankenversicherung. Diese Versicherung abzuschliessen liegt in Ihrer Verantwortung. Etliche Spitäler und Kliniken bieten Kollektivversicherungen für Ihre Belegschaft an, bei denen Sie von einer Prämienreduktion profitieren.

Gegen Betriebs- und Nichtbetriebsunfall sind Sie in jedem Fall über den Arbeitgeber versichert. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gewährleistet die Krankentaggeld-Versicherung, die ebenfalls über den Arbeitgeber läuft. Da die Fristen der Fortzahlung variieren, sollte diese Frage in jedem Fall beim Vorstellungsgespräch geklärt werden.

Arbeitsstelle finden

Grundsätzlich ist es möglich in der Schweiz über Spontanbewerbungen eine Stelle zu finden. Aber Achtung: Einzelne Betriebe versuchen den Bewerbern einen Vertrag mit Strafklausel anzudrehen. Die kostenlose und unverbindliche Zusammenarbeit mit einem Vermittler bringt Ihnen den Vorteil, dass Sie aufgrund der Kenntnisse der einzelnen Spitäler und Klinken mit grosser Wahrscheinlichkeit von Beginn an eine Ihren Wünsche entsprechende Stelle finden. Dabei werden Sie umfassend über alle Erfordernisse informiert. Außerdem bleibt der Kontakt zu einem Vermittler in der Regel über Jahre hinweg bestehen, was die Planung von Weiterbildungen und Karriereschritten erleichtert. Eine derartige Organisation ist z.B. http://www.careanesth.com.

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