Direkt zum Menü, Tastenkombination ALT + 1 | Direkt zum Inhalt, Tastenkombination ALT + 2

Berufsbild Kinderkrankenpflege - Was tut man eigentlich?

Als Kinderkrankenschwester oder -pfleger versorgen und betreuen Sie kranke und/oder pflegebedürftige Kinder aller Altersgruppen. Die meisten Pflegenden arbeiten in Kinderkliniken oder in der ambulanten Kinderkrankenpflege. Es gibt aber auch andere Einrichtungen, in denen Sie tätig werden können (siehe Berufsfelder).

Tagesgeschäft

Zu den täglichen Aufgaben in der Pflege gehört es die Kinder in allem zu unterstützen, was notwendig ist, zum Beispiel Nahrung verabreichen oder die Körperpflege durchzuführen (Wickeln, Hautpflege u.m.). Einige Kinder können sich nicht selbstständig in ihrem Bett bewegen. Diese Patienten müssen regelmäßig in unterschiedlichen Positionen gelagert werden, damit ihre Haut keinen Schaden nimmt.

Die Verabreichung von Medikamenten liegt ebenfalls im Aufgabenbereich der Kinderkrankenpflege. Dazu kommt immer öfter auch die intravenöse Gabe von Arzneimitteln (direkt ins Blut). Den Zugang zur Vene zu legen ist allerdings eine ärztliche Aufgabe.

Kinderkrankenschwestern und -pfleger assistieren bei verschiedenen ärztlichen Tätigkeiten. Häufig sind dies Punktionen um Blut zu entnehmen oder einen intravenösen Zugang für Medikamente zu legen. Vielleicht muss aber auch eine kleine Operation durchgeführt werden oder Gewebeproben werden benötigt. Vor der eigentlichen Assistenz (Anreichen von Material, Annahme von Proben, Halten der Patienten) kommt die Vorbereitung. Alles was benötigt wird muss auch bereit gestellt werden, damit es später möglichst schnell gehen kann. Dann erfolgt die Nachbereitung: spitze Kanülen müssen sicher entsorgt, Proben fachgerecht verpackt, Laborscheine ausgefüllt werden und anderes. Während der ganzen Zeit müssen Sie das Kind gut im Auge behalten und natürlich trösten.

Bei allem was Sie tun spielt Hygiene eine sehr, sehr wichtige Rolle. Sie schützen durch sauberes Arbeiten vor allem Ihre Patienten, häufig aber auch sich selber vor gefährlichen Keimen. Neben der Händedesinfektion müssen auch Geräte und Hilfsmittel regelmäßig geputzt, desinfiziert oder sterilisiert werden.

Krankenbeobachtung

Bei allem was Sie tun, haben Sie - im wahrsten Sinne des Wortes - die Kinder im Blick. Eine sehr große Bedeutung hat nämlich die Krankenbeobachtung. Trotz Blutuntersuchungen oder Monitorüberwachung nimmt das geübte menschliche Auge manchmal sehr viel schneller Veränderungen wahr, als die Technik. Während Sie beispielsweise sehen können dass ein Kind krampft, wird ein Monitor vermutlich nichts merken. Bestimmte Bewegungen, die Farbe der Haut und der Schleimhäute oder das Verhalten eines Kindes können viel über seinen gesundheitlichen Zustand aussagen. Je jünger die Patienten sind, desto weniger können sie Ihnen etwas sprachlich mitteilen und desto wichtiger wird die Beobachtung der Pflegenden. Eine große Herausforderung ist zum Beispiel Schmerzen bei Neugeborenen oder Säuglingen zu erkennen.

Umgang mit Technik

Die Technik hat natürlich auch in der Kinderkrankenpflege Einzug gehalten. Man arbeitet heutzutage mit digitalen Thermometern, elektronischen Blutdruckmessgeräten oder automatischen Pumpen (man nennt sie Infusomaten und Perfusoren) um Medikamente intravenös zu verabreichen. Häufig werden Monitore oder andere Überwachungsgeräte eingesetzt, um wichtige Körperfunktionen und -werte zu überprüfen. Für die meisten Geräte erhält man eine Einweisung. In der Regel benötigt man nur ein mäßiges technisches Verständnis, um sie bedienen zu können. Ausnahme: Auf Intensivstationen erfordert die Bedienung vieler Apparate aufgrund Ihrer Komplexität eine längere und sehr genaue Einarbeitung.

Ihre Voraussetzungen für die Ausbildung

>> Voraussetzungen

Sie haben noch Fragen zur Ausbildung?

Im Pflege(aus)bildungsforum finden Sie kompetente Ansprechpartner. Dort lesen und schreiben sowohl AusbilderInnen als auch Auszubildende.

zum Seitenanfang

http://