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COIN-Studie: Beatmung und Surfactant oder CPAP bei extrem unreifen Frühgeborenen

24.02.2008

Unter dem Titel "Nasal CPAP or Intubation at Birth for Very Preterm Infants" veröffentlichte "The New England Journal of Medicine" jetzt die international durchgeführte COIN-Studie. Untersucht wurde, ob durch den frühzeitigen Einsatz von CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) das Auftreten einer Bronchopulmonalen Dysplasie gegenüber der herkömmlichen Versorgung durch Intubation, Surfactant-Gabe und Beatmung reduziert werden kann.

In die Studie einbezogen wurden spontan atmende, extrem unreife Frühgeborene (ELBW, kleiner 29. Schwangerschaftswoche). Von 610 Frühgeborene der 25. bis 28. Schwangerschaftswoche wurden 303 Kinder fünf Minuten nach ihrer Geburt mit Beatmung und Surfactant versorgt. 307 Kinder erhielten CPAP als Atemhilfe.

Aus der CPAP-Gruppe mussten innerhalb der ersten fünf Tage 46% der Frühgeborenen intubiert werden. Allerdings kamen diese Kinder mit nur der Hälfte an Surfactant-Gabe aus und benötigten insgesamt weniger Beatmungstage. Auch der Sauerstoffbedarf lag niedriger als bei den beatmeten Kindern. Allerdings stieg unter CPAP die Gefahr für einen Pneumothorax (9% gegenüber 3% bei beatmeten Frühgeborenen). Bei beiden Gruppen konnte kein signifikanter Unterschied hinsichtlich des Auftretens einer Bronchopulmonalen Dysplasie festgestellt werden.

The New England Journal of Medicine, Volume 358:700-708, Number 7

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